Hälfte des 13. Jh. gegründet. Das Schloss Nachod , ursprünglich eine gotische Burg, errichtete man an dem wichtigen Handelsweg von Prag nach Kłodzko (Gladz) . Dieser Weg wurde zum Pass namens Branka (Pforte) immer schmaler, durch den Pass kamen Händler und Handwerker in die Stadt und trugen zu ihrem Aufschwung bei. Die Stand hat seit ihrer Gründung einen regelmäßigen Grundriss. Aus dem 13. Jh. ist noch die Friedhofskirche des hl. Johannes Täufer erhalten geblieben. Im 14. Jh. wurden zum Schutz der Stadt mauern erbaut, die sich in zwei Linien bis zu der Burg zogen. In dieser Zeit entstanden auch die zwei Vororte Bergvorstadt und Kreisvorstadt. Die Regierung der Smirickys in den Jahren 1544 – 1621 brachte der Stadt weiteren Aufstieg, Nachod erreichte Rechte, die mit denen der königlichen Städte vergleichbar waren. Nach der Schlacht am Weißen Berg 1620 wurde die Herrschaft Nachod konfisziert und dann an die Trčkas z Lípy verkauft. Adam Erdman Trčka wurde zusammen mit Wallenstein 1634 in Eger ermordet und Nachod fiel dem Geschlecht Piccolomini zu. Es kam zu zwangsweiser Rekatholisierung. Das Schloss Nachod wurde umgebaut, in der Stadt wurde 1638 die erste Straße gepflastert, 1663 baute man das erste barocke Rathaus, auch die Kirche des hl. Laurentius erlebte bauliche Veränderungen. Die nächsten Besitzer der Stadt waren die Desfours, dann der Herzog Petr Kuronský und Zaháňský, zuletzt besaß die deutsche Adelsfamilie Schaumburg-Lippe Nachod 1842 – 1945, bis Ende des II. Weltkrieges. .
Industrialisierung
Im Jahre 1873 beginnt man in der Brauerei Nachod (heute Primator) Bier zu brauen, 1882 wurden die ersten zwei mechanischen Webereien gebaut. Damit fängt die rasche Entwicklung der Textilindustrie in Nachod. Anfang des 20. Jahrhunderts war Nachod eines der größten Produzenten von Baumwollstoffen in Österreich-Ungarn, genannt „Manchester des Ostens“. Denkmäler, Kultur
Heute ist Nachod das natürliche Industrie- und Verwaltungszentrum des Gebiets und stellt eine wichtige touristische Kreuzung dar. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören die Kirchen des hl. Michael und Johannes des Täufers, das Neue Rathaus im Stile der Neurenaissance, der Masarykplatz mit zahlreichen Statuen oder die moderne Barton-Villa von dem Architekten Pavel Janák. Über die Geschichte der Stadt informieren Sammlungen des Regionalmuseums. Zusammen mit einigen Galerien, dem Stadttheater und anderen Organisationen veranstaltet die Stadt Nachod das ganze Jahr über verschiedene Kulturaktionen.Touristik, Sport
Die Umgebung Nachods durchzieht ein Netz von Wander- und Radwegen. Der rot markierte Wanderweg z. B. führt zu dem Schloss und weiter zu dem Militärfriedhof von 1866 und in der anderen Richtung in das Naturschutzgebiet Broumovsko. Die etwa 50 km lange Masaryk-Rundfahrt führt auf den Radwegen Nr. 22, 4281 und 4095 von Nachod über Kudowa Zdrój in Polen wieder nach Nachod. Außerdem gibt ex in Nachod eine Eissporthalle, Schwimmbad, Fußballspielplatz, Skatepark oder Tennisplätze. Im Winter kann man zwei Skilifte in dem Stadtteil Běloves nutzen, an der polnischen Seite der Grenze, unweit der Bergsiedlung Karlów, verlaufen drei präparierte Loipen. Nachod: Reiseführer - Ausflugstipps, Wanderungen, die besten Restaurants